Aktivitäten 2015

Nachruf

boxlerheron

Brandmeister

 

Hieronymus Boxler

 

* 24.02.1930

 

+ 20.06.2015

Am 26.06. mussten wir Abschied nehmen von unserem langjährigen Mitglied und Kameraden Hieronymus Boxler, von allen Pap genannt.

Hieronymus Boxler ist im Alter von 24 Jahren, am 01.01.1954, in die FF Oberschleißheim eingetreten. Schnell erkannte man damals seine besonderen Fähigkeiten. Zügig absolvierte er viele Lehrgänge an der Feuerwehrschule in Regensburg und wurde nach kurzer Zeit Führungsdienstgrad in der Feuerwehr.

Er war für uns alle eine Respektperson, zu der wir aufschauten. Bei Einsätzen, egal welcher Art, zeichnete ihn seine Umsicht und Ruhe aus. Er gab einem immer das Gefühl von Sicherheit im Einsatz.

Im Verein hat er in der aktiven aber auch passiven Zeit immer mitgearbeitet. Spontan fallen dazu unsere herrlichen Sommerfeste und Grillabende in unserem schönen Garten, an dem er uns immer kulinarisch versorgt hat, ein. Die 100- Jahrfeier der FFw im Juni 1973 wurde von ihm maßgeblich mitgestaltet.

Am 24.02.1990 wurde er von uns als Brandmeister und Zugführer mit Erreichen des 60. Lebensjahres in den verdienten Feuerwehrruhestand, verabschiedet und in den passiven Dienst übernommen.

Vor allem seine verbindliche Art und sein kameradschaftliches Auftreten wird uns allen in Erinnerung bleiben.

Im Februar dieses Jahres konnten wir noch gemeinsam mit seiner Familie seinen 85. Geburtstag feiern.

Bei aller Trauer sind wir dankbar, für das was uns Pap in den Jahren unseres gemeinsamen Lebenswegs als Kamerad, vor allem als liebenswerter Mensch und Freund, gegeben hat.

Was uns bleibt sind die Erinnerungen an einen großartigen, wertvollen Menschen.

Lebewohl in Frieden lieber Kamerad!

Maifeier 2015

Schon bei der Vorbereitung der Maifeier breiteten sich die Kameraden der Feuerwehr auf eine Veranstaltung im Bürgersaal vor. Allzu schlecht war die Wettervorhersage für den Maifeiertag. Leider sollten dieses Mal die Wetterfrösche tatsächlich Recht behalten. Den ganzen Tag über regnete es ununterbrochen mal mehr oder weniger kräftig. Auch der Zug des Maibaums von der Feuerwehr zum Bürgerplatz fand bei Regen statt. Was die Schleißheimer Schloßpfeifer nicht davon abhielt den Zug wie gewohnt musikalisch zu begleiten, auch wenn nur wenige Schaulustige den Marschweg säumten. Dafür hatten sich auf dem Bürgerplatz zahlreiche Zuschauer eingefunden, die sich das Aufstellen des neuen Maibaums trotz der widrigen Witterung nicht entgehen lassen wollten. Dies meisterte der Kranführer des dazu georderten Mobilkrans der "Fa. Klema" gekonnt. Anschließend feierte man mit den anwesenden Gästen im Bürgersaal. Nach Grußworten des Bürgermeisters und des 1. Vorstandes sorgte die Blaskapelle Oberschleißheim und die Birkenstona mit Musik und Tanz für Unterhaltung. Der Vorstand des Vereins freute sich, dass sich die Gäste nicht vom Regen abschrecken ließen. Dankbar war der Vorstand allen Helfern aus dem Verein und ganz besonders der Jugend, die die Veranstaltung auch unter den widrigen Bedingungen reibungslos abwickelten. Nachfolgend wie immer Bilder von der Veranstaltung:

 

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Oberschleißheimer Feuerwehr-Maibaum 2015

Im Jahr 2015 ist es am ersten Mai wieder soweit: Ein neuer Maibaum wird auf der alljährlichen Maifeier ab 11 Uhr auf dem Bürgerplatz in Oberschleißheim aufgestellt. Aber bis dahin war bzw. ist es ein langer Weg. Erstmals wurden alle Arbeiten zur Vorbereitung des Maibaums vom Feuerwehrverein unternommen.

So begannen die Vorbereitungen im Dezember 2014 kurz nach Weihnachten mit dem Fällen eines geeigneten Baumes. Der Oberschleißheimer Gerätewart Georg Schachtner organisierte, dass ein solcher in einem Wald bei Harthausen geschlagen werden konnte. Dieser war etwa 35 m hoch. Leider brach die Spitze beim Aufschlag auf den Boden ab. Am Ende blieben 29 m, die nun am 1. Mai aufgestellt werden.

Dazu musste der Baum natürlich erst einmal nach Oberschleißheim. Anfang März war es soweit: Mit Hilfe des Harthauser Burschenvereins gelangte der Baumstamm nach Schleißheim in den Berglwald. Dort durfte der Baum in einer provisorischen Werkstatt auf dem Gelände der dortigen Wirtschaft vorbereitet werden. Dazu großen Dank an die Familie Spängler, die das ermöglichte. So wurde fleißig geschäpst und gemalert, bis der Baum das typische Weißblau eines traditionellen bayerischen Maibaums zeigte. Der zweite Vorstand Edgar Putz zeigte sich begeistert von den fleißigen Helfern aus dem Verein, allen voran Kulturwartin Uschi Schnell und Kommandant Wolfgang Schnell.

Kopfzerbrechen bereitete während der Arbeiten den Beteiligten der anschließende Transport zum Feuerwehrgerätehaus, wo die Endarbeiten, wie die Schilder- und Kranzmontage, stattfinden sollten. Ein Anruf beim Kommandanten Wolfgang Schnell am Dienstagmorgen nach Ostern erübrigten aber diese Gedanken. Er lautete: „Der Baum ist weg“. In der Nacht hatten tatsächlich findige Maibaumdiebe zugeschlagen. Es handelte sich um die Feldmochinger Burschen. Über den genauen Ablauf, wie sie es gemacht hatten mit dem Klau, schwiegen sie sich natürlich aus, ließen aber verlauten: „Wenn wir gewusst hätten, wie schwierig es war, hätten wir es wohl bleiben lassen“. Natürlich wurden prompt Auslöseverhandlung vom Vorstand des Feuerwehrvereins aufgenommen und man einigte sich schnell auf eine Auslösefeier am 25.04., bei der es natürlich ausreichend zu essen und zu trinken geben sollte für die beteiligten Maibaumdiebe. Und so wurde der Baum schon am Tag nach dem Diebstahl wieder zurückgebracht und dann gleich zum Gerätehaus transportiert.

Damit kam aber neue Arbeit auf die Vereinsmitglieder zu. So musste doch ab sofort über noch rund drei Wochen eine Maibaumwache gestellt werden. Einmal mehr kümmerte sich Kommandant Wolfgang Schnell zusammen mit dem zweiten Vorstand Edgar Putz um die Organisation dieser Wache. Sie zollen allen Dank, die bisher und bis zum 1. Mai noch (schlaflose) Stunden dafür opfern und geopfert haben. Mehrere weitere Diebstahlversuche scheiterten an den aufmerksamen Wächtern.

Jetzt kurz vor dem 1. Mai werden nun noch die Schilder und Kränze montiert, so dass der hoffentlich schmucke Maibaum auf der Maifeier aufgerichtet werden kann und dann bis zum Abend zünftig in seinem Schatten gefeiert werden kann.

Noch ein Satz zum Schluss zur Auslösefeier. Die Feldmochinger Burschen zeigten sich erfreut über die gelungene Feier, Schnell und Putz betonten aber, dass eine solche wohl so schnell nicht wieder stattfinden werde. Sich einmal alle 32 Jahre den Maibaum klauen zu lassen reiche.

Einige Bilder zu den Ereignissen dürfen natürlich auch nicht fehlen:

Holen des Baumes:

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Herrichten des Baumes:

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 Maibaumdiebe:

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Jahreshauptversammlung 2015

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der 1. Vorstand Hans Hirschfeld die anwesenden Gäste und Vereinsangehörigen.

Anschließend dankte der erste Bürgermeister Christian Kuchlbauer in seinem Grußwort den aktiven Kameraden für ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

Ausführlich berichtete Kommandant Wolfgang Schnell über die Tätigkeiten der Feuerwehr im vergangenen Jahr 2014.

Besonders freute er sich über die beiden neu beschafften Fahrzeuge, eine Drehleiter und einen Teleskoplader. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass auch die anderen Fahrzeuge nicht jünger werden und in naher Zukunft ersetzt werden müssen. Ebenfalls neubeschafft wurden große Teile der Gefahrgutausrüstung. So wurden neue Schutzanzüge der Form 2 beschafft, die sowohl bei Unfällen mit atomaren Gefahren als auch mit biologischen und chemischen getragen werden können. Neben Material für die Dekontamination wurden auch die Strahlenmessgeräte neu beschafft. Diese sind nun auf dem aktuellen Stand der Technik und identisch mit denen der Werkfeuerwehr HMGU, mit der man eng zusammenarbeitet. Er dankte der Gemeinde, die durch diese Ersatzbeschaffungen der Feuerwehr weiter eine dem Stand der Technik und damit hoch effiziente unter Umständen lebensrettende Hilfeleistung ermögliche.

Der aktuelle Personalstand zum 31.12.2014 der Aktiven und der Jugend beläuft sich auf 102 Männer und Frauen.

420 Einsätze in 2014 wurden von der Wehr geleistet. Hauptschwerpunkt waren dabei die Lkw Unfälle. Bei zwei dieser Unfälle mussten die Fahrer mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Auch der neue Teleskoplader bewährte sich bei den Unfällen. Die Einsätze teilten sich insgesamt auf in 144 Technischen Hilfeleistungen, 145 Responder-Einsätze, 57 Sicherheitswachen, 31 Brände, 27 Fehlalarme und 18 sonstige Einsätze. Die Gesamteinsatzzeit belief sich auf 499,9 Stunden.

Anschließend berichtete er aus den Bereichen Technik, Ausbildung, Verwaltung, Personal, First Responder und Vorbeugendem Brandschutz.

Im Bereich Technik wurden 5120 Arbeitsstunden geleistet. Die durch Spenden der Firma Füchsel beschafften Auffahrrampen machen den Teleskoplader noch mobiler, da er so mit dem Logistikfahrzeug transportiert werden kann.

Bei den Hauptübungen, Zugübungen, Maschinistenübungen und Absturzsicherungsübungen wurden von den Teilnehmern 7.850 Ausbildungsstunden absolviert.

Schulen und Kindergärten wurden bei der Brandschutzerziehung unterstützt und für Firmen Brandschutzunterweisungen durchgeführt. So fielen 3.100 Verwaltungsstunden an, von denen mehr als die Hälfte durch die Führung der Feuerwehr geleistet wird.

Das First Responder Team hat 145 Hilfeleistungseinsätze zur medizinischen Erstversorgung überzeugend bewältigt. Neben 107 internistische Notfälle waren das 20 chirurgische und 18 sonstige Einsätze. Besondere erwähnte der Kommandant die hohen Anforderungen an die Ausbildung der First Responder, die 46 Stunden inkl. des Dienstes pro Halbjahr leisten müssen.

Der Vorbeugende Brandschutz investierte auch im Jahr 2014 wieder mehr als 200 Stunden in die Kontrolle von Feuerwehreinsatzplänen.

Am Ende seines Berichts dankte der Kommandant allen, die die Arbeit der Feuerwehr unterstützt haben.

Anschließend sprach der zuständige Gebiets-KBM Herman Bayer in seinem Grußwort den Kameraden den Dank der Kreisbrandinspektion aus und freute sich über die gute Zusammenarbeit im vergangenen Jahr. Vor dem Hintergrund der erfolgten Neubeschaffungen erinnerte er daran, dass es effiziente Hilfe nicht zum Nulltarif gibt und es notwendig sei immer wieder in neue Technik zu investieren.

Der Bericht des ersten Vorstandes begann mit der 80er Party Anfang des Jahres, die neben der Maifeier, dem Schleißheimer Advent und dem in diesem Jahr veranstalteten Tag der offenen Tür zu den großen Aktivposten des Vereins gehört. Die Veranstaltungen fanden von Seiten der Bevölkerung großen Anklang. Aber auch die übrigen Vereinsaktivitäten nannte er, wie Beispielsweise das entsenden von Fahnenabordnungen. Er dankte allen die durch ihre Mitarbeit zum Erfolg dieser Aktivitäten beigetragen haben.

Eine große Aufgabe in diesem Jahr wird das Herrichten des Maibaums sein, das durch den Verein geleistet wird. Er bat hier alle Vereinsmitglieder um Mithilfe, damit am 1. Mai wieder ein ansehnlicher Maibaum auf dem Bürgerplatz aufgestellt werden kann.

Kommandant Wolfgang Schnell und sein Stellvertreter Michael Bayer nahmen anschließend die Ehrungen verdienter Kameraden und Beförderungen nach Absolvieren der notwendigen Ausbildungen vor.

So wurden Nico Forster, Georgios Giakis, Maximilian Hildebrand, Tina Hildmann, Christine Meier, Dominik Pingitzer, Stefanie Popp, Marco Thalmeier und Marcel Wolff zum Feuerwehrmann und Christian Eigner und Thomas Fischer zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Für zehnjährige Zugehörigkeit wurden Nadia Forster und Gisela und Sabine März geehrt. Für 20jährigen aktiven Dienst wurden Andreas Meyr, Martin Ofitsch und Georg Rutat geehrt.

Unter dem Punkt „Verschiedenes“ stellte der Bereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit Hubertus Korste erstmalig einen gedruckten Jahresbericht der Feuerwehr vor, der in einer Auflage von 1000 Stück gedruckt wurde.

Nach Ende der Versammlung überbrachten die Sternsinger noch ihre Segenswünsche für das neue Jahr. Bei einem reichhaltigen Imbiss vom Partyservice Reidinger klang die Veranstaltung dann aus.

 

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